Jugendliche
Prävention - Schutz für Teenie-Ohren
Unsere Umwelt wird immer lauter: Bereits jeder zweite Deutsche fühlt sich z.B. durch Straßenlärm erheblich belästigt. Die Jugendlichen setzen ihre Ohren durch lautes Walkman-Hören, häufige Disco- und Konzertbesuche zusätzlicher Belastung aus. Mit dem bloßen Verbieten oder ständigen Ermahnen vor zu großen Lautstärken werden Eltern jedoch kaum ein offenes Ohr bei ihren Kindern finden, wenn diese nie gelernt haben, auch leise Töne zu schätzen und Stille zu genießen.
Das können Eltern zum Schutz von Teenieohren tun:
- Radio, Stereoanlage und Fernseher im eigenen Haushalt leise stellen.
- Beim Kauf eines Walkmans ein Gerät mit Lautstärkebegrenzungssystem (AVLS, Automatic Volume Limiter System) wählen; auf Kopfhörer verzichten, bei denen der Schall direkt in den Gehörgang geleitet wird.
- Zuhause auf ständige Hintergrundmusik verzichten; Ruhephasen schaffen.
- Bei Konzerten oder im Kino auf Gehörschutz aufmerksam machen oder – wenn möglich – zumindest darauf achten, dass sich das Kind nicht in der Nähe der Lautsprecher aufhält.
- Darauf achten, dass die Ruhephase (mindestens 10 bis 12 Stunden) nach dem Genuss lauter Musik mindestens genau so lang ist wie die Belastungsphase.
- Mit gutem Beispiel vorangehen und selbst in regelmäßigen Abständen das Gehör beim Hörakustiker testen lassen.
- Das Pfeifen, Rauschen oder Fiepen nach dem Konzert- oder Discobesuch kennen sowohl Jugendliche als auch Erwachsene. Normalerweise vergeht dieses Geräusch nach einiger Zeit von allein wieder. Falls dies einmal nicht der Fall ist und es in den Ohren länger summt als gewohnt, sollte unbedingt ein HNO-Arzt aufgesucht und das Gehör überprüft werden. Denn nach fortgesetzter oder häufiger Überlastung droht chronisches Ohrenpfeifen (Tinnitus) oder sogar bleibende Schwerhörigkeit. Die Überprüfung des Gehörs ist natürlich auch angeraten, wenn Eltern das Gefühl haben, dass mit dem Hörvermögen generell etwas nicht stimmt.
