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Warum Eltern handeln müssen!

Je eher, desto größer die Chance ...

Von 1.000 Kindern kommen in Deutschland im Schnitt zwei bis fünf mit einer Hörstörung auf die Welt. Bei Müttern, die während der Schwangerschaft gesundheitliche Probleme hatten, liegt das Risiko zwanzig mal höher. Die Ursachen für Hörprobleme sind vielfältig; immer gilt jedoch: Sobald Eltern eine eingeschränkte Hörfähigkeit bei ihrem Kind feststellen, sollten sie umgehend einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen.

Je eher die Schwerhörigkeit erkannt wird, desto größer die Chance einer erfolgreichen Korrektur. Nach heutigen Erkenntnissen werden im Alter von vier bis sechs Monaten die Grundlagen für das Sprechen gelegt. Früherkennung und rechtzeitige Therapie sind daher für den späteren Lebensweg der Kinder von großer Wichtigkeit. Je eher ein hörgeschädigtes Kind mit Hörsystemen versorgt wird, umso günstiger sind die Prognosen für die Sprachentwicklung: Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge kann eine im ersten Lebensjahr begonnene Therapie eine nahezu normale Sprachentwicklung und soziale Integration gewährleisten.

Die erste Routineuntersuchung des Gehörs ist laut Gesetz im Alter von zehn bis zwölf Monaten vorgesehen. Das Durchschnittsalter, in dem frühkindliche Hörprobleme erkannt und behandelt werden, liegt jedoch bei 31 Monaten. Wenn der Kinderarzt nämlich mit Händeklatschen das Gehör testet, kann es durchaus zu einer Reaktion des Kindes kommen: Es reagiert auf den damit verbundenen optischen oder haptischen Reiz. Der Hörtest bliebe demnach ohne Befund. Dann sind jedoch die wichtigsten Entwicklungsstufen bereits verpasst. Außerdem haben schwerhörige Kinder schon Verhaltensweisen eingeübt, um den unbewussten Mangel zu kompensieren.

Rechtzeitig erkannte Hörstörungen können heute mit speziellen Kinder-Hörgeräten ausgeglichen werden. Einer normalen Entwicklung des Kindes steht dann nichts mehr im Wege.

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