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„Für Hörsysteme ist es nie zu früh.“ – Prof. Dr. Roland Laszig, HNO-Experte der Universität Freiburg, plädiert für die rechtzeitige Anpassung von Hörsystemen.
19.10.2009 // „Eine zu frühe Versorgung gibt es nicht“, sagt Professor Laszig. Denn an der Leistungsfähigkeit des Gehörs ändere sich durch Hörgeräte nichts. Die Ohren können dadurch also nicht unter- oder überfordert werden. „Ich kann nur das Defizit, das schlechte Hören, ausgleichen. Der subjektive Sinneseindruck wird verbessert, weil ich besser höre und verstehe. Aber das Gehör bleibt gleich.“
Die Technologie moderner Hörsysteme hat heute ein sehr hohes Niveau erreicht. Professor Laszig stellt weiter fest: „Dank offener Versorgung, digitaler Signalverarbeitung und Störschallunterdrückung können die Leute Geräusche hören, die sie eigentlich schon vergessen haben.“ Vieles – wie das Ticken einer Uhr – nehmen Normalhörende unterschwellig wahr und blenden es, weil es unwichtig ist, mit dem Gehirn aus. Solche Geräusche werden nun gehört und als störend empfunden. „Dieses Ausblenden muss das Gehirn wieder lernen. Ein solcher Lernprozess ist mit zunehmendem Alter schwieriger. Deshalb sollte man Hörsysteme nutzen, sobald man die Verordnung hat. Je früher, desto besser.“
Das Gerücht, dass man Hörsysteme möglichst selten tragen sollte, weil die Ohren Ruhe brauchen, bezeichnet Professor Laszig als ausgesprochene Fehlmeldung. „Wenn einer eine Hörminderung hat, dann sollte er die Hörsysteme so viel wie möglich tragen. Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass die Geräte richtig eingestellt sind und davon kann man bei unseren Hörgeräte-Akustikern ausgehen.“
Weitere Informationen zu Hörsystemen und die qualifizierte Anpassung durch den Partnerakustiker unter www.forum-gutes-hoeren.de
