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Hörchecks bringen es an den Tag: Hörminderungen betreffen immer mehr junge Menschen
26.10.2009 // Jedes achte Kind zwischen 8 und 14 Jahren hat eine auffällige Hörminderung, das ergab eine aktuelle Studie (April 09) des Umweltbundesamtes in Dessau. Demnach wiesen 12,8 Prozent der Altersgruppe bei hohen und mittleren Tönen im Frequenzbereich eins bis sechs Kilohertz (kHz) eine auffällige Hörminderung von mehr als 20 Dezibel auf mindestens einem Ohr auf. Davon fühlte sich jedes sechste der 11- bis 14-jährigen Kinder tagsüber durch Straßenverkehrslärm belästigt, jedes zwölfte nachts. 16,5 Prozent der Kinder wohnten an stark befahrenen Haupt- oder Durchgangsstraßen, bei 47,7 Prozent war das Kinderzimmer zur Straße hin ausgerichtet. Außerdem gaben 44,6 Prozent der 8- bis 10-Jährigen und 70,3 Prozent der 11 bis 14-Jährigen an, Musik über Kopfhörer zu hören.
Zu deutlichen Ergebnissen kommt auch eine Untersuchung, die mit 1.800 Wehrpflichtigen zwischen 16 und 24 Jahren durchgeführt wurde. Dabei litt sogar jeder Vierte dieser Altersgruppe unter einem nachweisbaren Hörverlust. Bei einer anderen deutschen Untersuchung an 270 Berliner Schülern zwischen 16 und 18 Jahren waren fast zehn Prozent betroffen. Eine britische Untersuchung liefert mögliche Gründe: 39 Prozent der 18- bis 24-Jährigen hören mindestens eine Stunde pro Tag Musik aus Kopfhörern. Dabei ist fast die Hälfte dieser Musikbegeisterten sogar selbst der Meinung, dass es zu laut sei.
