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Hörminderungen werden häufig auch von Allgemeinärzten nicht erkannt
23.11.2009 // Einer amerikanischen Studie zufolge, die von „Massachusetts Eye and Ear Infirmary“ in Boston - www.masseyeandear.org - durchgeführt wurde, wird Schwerhörigkeit nur bei jedem vierten Patienten von Allgemeinärzten bemerkt und diagnostiziert. Die Forscher analysierten Krankenunterlagen von 100 Patienten, bei denen kürzlich Hörminderungen festgestellt wurden, die aufgrund der Ausprägung schon mindestens zwei Jahre vorher vorhanden gewesen sein mussten.
Bei 72 Prozent der Fälle wurde der Hörverlust bis dahin nicht in den Patientenunterlagen erwähnt. 36 Prozent wurde sogar ein normales Gehör bescheinigt. Darunter waren auch Fälle, bei denen die Kommunikation zwischen Arzt und Patient wegen der signifikanten Einschränkungen des Hörvermögens schwierig gewesen sein müsste. Die Studie zeigt deutlich die Probleme beim Erkennen von Hörminderungen, die sich in den meisten Fällen schleichend einstellen und den Betroffenen Zeit geben, die Einschränkungen vorübergehend zu kompensieren.
