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Zusammenspiel der Sinne I: Fühlen hilft Hören
25.06.2010 // Auf einer gut besuchten Party muss man sich schon konzentrieren, wenn man die Worte seines Gegenübers verstehen will. Nach einer Studie kanadischer Forscher der University of British Columbia in Vancouver sucht das Gehirn in diesen Fällen die Unterstützung anderer Sinne.
Dass visuelle Eindrücke das Sprachverständnis unterstützen können, gilt inzwischen als gesichert. Doch auch von der Haut registrierte Luftstöße haben merklichen Einfluss darauf, wie eine Silbe wahrgenommen wird. Für die Studie mussten die Probanden harte und weiche Konsonanten, die mit einem Rauschen überlagert wurden, unterscheiden. Je lauter das Rauschen, umso geringer war die Sprachverständlichkeit. Wurde die harte Silbe mit einem feinen Luftstoss auf Handrücken oder Hals unterstützt, wurde sie richtig identifiziert.
Der Effekt trat auch ohne spezielles Training oder aktives Mitarbeiten der Probanden ein. Daher könnte er möglicherweise bei den Anwendungen in Audiotechnik und Telekommunikation genutzt werden, um Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen den Alltag zu erleichtern. Über die neuesten Technologien und Anwendungsgebiete von modernen Hörsystemen informieren die Partnerakustiker des Forum Gutes Hören.
