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Zusammenspiel der Sinne II: Hören hilft Sehen

09.07.2010 // Während die Neurowissenschaften lange Zeit davon ausgingen, dass das Gehirn getrennte Bereiche für das Sehen, Bereiche für das Hören und Bereiche für den Tastsinn besitzt, setzt sich nun immer mehr die Erkenntnis durch, „dass diese Bereiche sich untereinander stark austauschen und dass, wenn ein Bereich schlecht arbeitet, die anderen einspringen können", so Mark Wallace von der Wake Forest University in Winston-Salem, North Carolina.

So orteten normalsichtige Versuchteilnehmer mühelos die Position von Lichtquellen in sonst dunkler Umgebung. Gaben die Lichtquellen zusätzlich Töne von sich, erhöhte dies die Treffgenauigkeit nicht weiter. Das änderte sich jedoch, wenn die Probanden mittels Brillen mit sechs Dioptrien stark kurzsichtig gemacht wurden: Die Ortungsfähigkeit ließ drastisch nach, konnte durch die zusätzlichen Töne jedoch wieder auf das vorherige Niveau gehoben werden.

Die Resultate zeigen laut Wallace, dass das Gehör schon bei mäßig beeinträchtigter Sicht helfen kann und dass dieser Effekt umgehend eintritt - anders als etwa bei Blinden, die über längere Zeit ein feineres Gehör entwickeln. Informationen zum guten Hören mit Hörsystemen gibt es beim Partnerakustiker des Forum Gutes Hören unter www.forum-gutes-hoeren.de oder gebührenfrei unter 0800 3609360.


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