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Pressemeldung

Hörgeräte-Versorgung in Deutschland ist spitze!

01.04.2008 // (fgh) In Deutschland muss niemand auf besseres Hören warten: Wer Hörsys-teme braucht, bekommt sie sofort. Briten und Dänen hingegen müssen sich etwa ein Jahr gedulden, bis ihnen geholfen wird.

Wer in Deutschland sein Hörvermögen überprüfen lassen möchte, kann sofort bei einem Hörgeräte-Akustiker oder einem HNO-Arzt einen Hörtest machen lassen. Niemand muss unnötig warten. Wird eine Hörminderung festgestellt, kann der Betrof-fene unter einer Vielzahl von Hörsystemen wählen; angepasst an seine individuellen Bedürfnisse. Das ist wichtig, denn je früher eine Hörminderung behoben wird, desto besser für den Betroffenen: Es kommt erst gar nicht dazu, dass er auf Grund von Missverständnissen und permanentem Nichtverstehen immer weiter in Schwierigkei-ten gerät und das Gehirn das Hören regelrecht verlernt.

Diese prompte Versorgung scheint uns selbstverständlich zu sein. Zumindest in den reichen europäischen Staaten kann doch jeder auf Wunsch einen Hörtest machen, würden die meisten sicherlich vermuten – und mit dieser Einschätzung völlig falsch liegen.

Wenn Sie in Großbritannien in einer der Kliniken – die sind hier, anders als in Deutschland, dafür zuständig – einen solchen Test machen möchten, können Sie sich ganz hinten anstellen. Denn vor Ihnen stehen derzeit 135.000 Menschen auf Wartelisten. Ist es schließlich gelungen, einen Hörtest zu machen, kommt vielleicht die nächste Hürde: Sollte eine Hörminderung diagnostiziert worden sein, wäre eine rasche Versorgung mit Hörsystemen angeraten. Doch das dauert, im Gegensatz zu Deutschland, in Großbritannien durchschnittlich elf Monate.

Und manchmal ist die Wartezeit noch viel länger: Bis zu 60 Monate können vergehen auf dem Weg zur Versorgung mit volldigitalen Systemen. "Die meisten dieser Menschen sind älter, viele sehr alt. Fünf Jahre auf die Chance warten zu müssen, seine Lebensqualität zu verbessern, ist sicherlich der größte Gesundheitsversorgungs-Schocker in Europa", kommentiert die Präsidentin des britischen Hörgeräte-Audiologenverbandes Karen Finch die Situation in ihrem Heimatland.

Und die Lage ist nicht nur in Großbritannien derart alarmierend. Auch die Dänen war-ten durchschnittlich 10 Monate, in den Spitzen vergehen aber auch hier bis zu zwei Jahre, bis Hörminderungen durch Hörsysteme behoben werden. Zeit, in der die Le-bensqualität der Betroffenen oft deutlich abnimmt.

Die einzige Möglichkeit, die unseren europäischen Nachbarn bliebe, wäre der Be-such privater Institute. Doch deren Arbeit wird in Skandinavien und Großbritannien meist nicht bezuschusst. Die Betroffenen müssen häufig die Kosten für Hörsysteme komplett selber tragen. Bei der bereits erwähnten Versorgung durch das öffentliche Gesundheitswesen muss man zwar in der Regel nicht zuzahlen, aber meist ist die Auswahl an Geräten gering, die Wartezeiten hingegen lang.

In Deutschland ist die Situation deutlich besser. Auch hier kann man sich Hörgeräte anpassen lassen, deren Kosten vollständig von den Krankenkassen übernommen werden. Doch auch wer sich für hochwertigere Modelle entscheidet, bekommt als Zuschuss den Festbetrag der Krankenkasse und zahlt die restlichen Kosten aus eigener Tasche. Man hat die Möglichkeit, jederzeit einen Hörtest zu machen und bei Bedarf werden die Hörsysteme vom Experten, dem Hörgeräte-Akustiker, angepasst. Und zwar sofort und nicht erst nach Jahren!

Quellen:
http://www.bshaa.co.uk/pdf/news/Suff_Silence_06.pdf
http://www.bshaa.co.uk/pdf/news/finalbshaa_news_survey.pdf
http://www.german.hear-it.org/page.dsp?forside=yes&area=633

Pressestelle
Forum Gutes Hören
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